Juan de Fuca Trail

Eine gute Alternative zum beliebten West Coast Trail ist der Juan de Fuca Trail im Südwesten von Vancouver Island. Wer gerne in der unberührten Natur ist, hiken mag und unerschrockener Camper ist, der ist für dieses kleine Abenteuer sicher zu haben.

1994 wurde der Weg in Erinnerung an die Victoria Commonwealth Games geschaffen und knapp 20 Jahre später erfreut er sich immer größerer Beliebtheit. Im Gegensatz zum West Coast Trail bedarf es hier keiner Reservierung im Vorfeld. Der Trail ist das ganze Jahr und für jedermann zugänglich.

Der Wanderweg fällt in die Kategorie „wilderness trail“ und darauf sollte der Hiker auch eingestellt sein. Schlamm, unebene Wege und kleine Bäche, die den Weg durchkreuzen sollten einkalkuliert werden. Auf und ab statt nur voran heißt die Devise. Aber genau das ist es am Ende auch, was den Juan de Fuca Trail zu dem macht, was er sein soll – ein „wilderness trail“ eben.

Beginnend am China Beach zieht sich der naturbelassene Weg über 47 Kilometer an der Küste entlang und endet am Botanical Beach, nahe Port Renfrew. Die Wanderung von einem Ende zum nächsten dauert ungefähr vier Tage. Anders als beim West Coast Trail kann man hier auch kleinere Wanderungen und Tagesausflüge machen, da auf der Strecke mehrere Zugänge zum Trail führen.

Zugänge zum Trail über China Beach, Sombrio Beach, Parkinson Creek, and Botanical Beach

Ob als Tagesausflug oder Mehrtagesausflug – der JdF ist eine erstklassige Möglichkeit, ein Gefühl für Kanadas Westküste und seiner unbeschreiblichen Natur zu bekommen. Wer dazu noch unter Sternenhimmel und bei Meeresrauschen schlafen möchte, der muss in eine Nacht am Strand investieren. Ohne Luxus und Komfort, dafür aber mit Natur pur.

Auf der Strecke befinden sich mehrere Zeltplätze. Genaue Lagepläne und Karten gibt es an jedem Trailzugang. Die Campinggebühr beträgt derzeit 6 Dollar pro Nacht und Familie (oder Gruppe mit max. 4 Personen) und muss bar und passend in den vorgesehenen Umschlägen am Trailzugang deponiert werden.

Zeltplätze am Strand: Mystic Beach, Bear Beach, China Beach, Sombrio Beach

Zeltplätze im Wald: Little Kuiche Creek, Payzant Creek

Vom Trail gibt es immer wieder die Möglichkeit, einen Abstecher an den Strand zu machen. Die Sandstrände sind ein feines Plätzchen für eine verdiente Mittagspause. Die Pazifik-Wellen sind zum Teil sehr groß und mächtig und bieten eine spekatakuläre Szenerie. Die Kraft des Wassers sollte man dennoch dringend respektieren und Klippenklettern auf den nassen Steinen vermeiden. Auf dem Rückweg zum Trail nach den orangen Gummibälle Ausschau halten, die die Ausgänge vom Strand zurück auf den Weg markieren.

Bei Ebbe lohnt sich der Besuch am Strand insofern, dass man in den kleinen Seen, die der Ozean zwischen den Felsen zurückgelassen hat, nun zahlreiches Meeresgetier sehen kann. Krabben, Seesterne usw. sollten sich jetzt ohne Schwierigkeiten finden lassen. Mit etwas Glück kann man im März und April von der Küste aus außerdem Grauwale beobachten, die zu dieser Zeit auf ihrem Weg von Mexiko nach Alaska die Wasser vor Vancouver Island kreuzen.

Zu den Begegnungen aus dem Tierreich kann auch (muss aber nicht) die mit einem der Schwarzbären der Region gehören. Auch hier heißt es allergrößten Respekt und Abstand wahren und sich im Vorfeld schon vertraut machen mit den Verhaltensweisen bei der unverhofften Begegnung mit Mr. Petz.

Karte vom Juan de Fuca Trail


Solide Wanderschuhe, wetterfeste Kleidung und Verpflegung sind unbedingte Grundausstattung für den Hike auf dem Juan de Fuca Marine Trail. Wer einen Mehrtagestrip plant, sollte entsprechend vorbereitet sein.

Für aktuelle Meldungen und den Zustand des Weges sollte man vor Aufbruch die Seite von BC Parks besuchen.

BC Parks Webseite


Fotogallerie Juan de Fuca Trail...


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